Die ersten sieben Wochen, von der Costa Brava bis Andalusien

Es sind nun bereits sieben Wochen vergangen, seit ich mich auf den Weg gemacht habe und ich muss mittlerweile aufpassen dass ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, denn ich merke wie ich fast täglich entspannter, ja schon fast träumerisch werde und die Realität immer mehr aus den Augen verliere.

Zum Glück poste ich mehrmals wöchentlich etwas auf meiner Facebook Seite, so dass ich meine Erlebnisse dort festhalte und auch die Reaktionen meiner Freunde dort wahrnehmen kann, die mich auch immer wieder mal wieder auf den Boden der Tatsachen holen. Ich muss mal wieder was arbeiten, auch wenn ich kein Geld dafür bekomme, aber ich möchte es ja auch,  zumindest mal wieder was schreiben!

Am Anfang meiner Reise war ich top motiviert möglichst viel zu erleben, schöne Fotos zu machen, und nachholen was ich die letzten Jahre etwas vernachlässigt habe. Meine eigenen Interessen zu befriedigen! Aber waren es wirklich die Abenteuer, die Adrenalin-Kicks die ich vermisst habe? So langsam fange ich an daran zu zweifeln! Es war wohl eher der Wunsch endlich mal wieder zu machen was ich möchte, mich nicht Fremdbestimmen zu lassen, einfach mal wieder ICH selbst zu sein!

image

Naja, ich habe jedenfalls schon eine Veränderung an mir selbst wahrgenommen, bin sensibler geworden, ruhiger und nehme wieder viel mehr die Nuancen wahr, auch bei den Menschen die ich bisher unterwegs getroffen habe. Der Job der letzten Jahre in Ägypten hat mich wohl wirklich wesentlich mehr Energie gekostet als ich wahrhaben wollte.

Einige meiner Mitleser auf Facebbook finden das ok und positiv, andere wohl eher nicht, denn sie hatten sich wohl mehr „hard core adventures“ bei mir vorgestellt 😉 Sorry, aber wer hier Stories a la Crocodile Dundee erwartet hat, dessen Erwartungen werde ich wohl auch in Zukunft nicht erfüllen! 😉

Aber ich halte jetzt einfach mal fest, was ich so bisher an, zumindest für mich, eindrucksvollen Erlebnissen hatte.

Den kleinen Bericht vom Cap de Creus mit dem Motorrad habt ihr ja sicherlich gelesen, und ich fand es toll, dass BMW Motorrad Deutschland ihn auf seiner FB Seite verlinkt hat. Etwas Anerkennung ist ja immer gut für die Seele!

Da ich nicht unter Zeitdruck stehe habe ich dann noch ein paar Tage länger in Roses verbracht, um auf sehr gute Freunde von mir, aus Deutschland zu warten. Kai Uwe und ich kennen uns ja schon seit unserer Kindheit, und die Nachbarn haben früher meist die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn wir irgendwo gemeinsam aufgetaucht waren, denn wir waren als Kinder schon anders als die anderen 🙂

image

Die Tage dazwischen habe ich dann damit verbracht meinen alten Freund Manuel, Besitzer des Hotels Cala Joncols, zu besuchen und wir haben über alte Zeiten geredet. Die Zeit ist dabei regelrecht verflogen, so dass wir uns erst abends um 11 Uhr, nach einem schönen gemeinsamen Essen erstmal wieder getrennt haben. Natürlich habe ich ihm versprochen auf meiner Rückreise nochmals in Cala Joncols vorbei zu kommen, auch da dann seine Eltern und sein Bruder Michael dort sind, um noch ein zwei Tage gemeinsam mit ihnen zu verbringen.

Als Kai Uwe und Siggi dann ankamen, haben wir erstmal ein paar leckere Hähnchen vom Grill organisiert, und sind dann zu ihnen ins Appartement gefahren wo wir ein paar wirklich sehr schöne Stunden verbracht haben.

IMG_3637

 

Hierbei ist mir mal wieder eines aufgefallen, dass Siggi einfach ein Händchen, ein Gabe, ein Talent, wie auch immer man es nennen mag dafür hat, eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, egal ob in ihrem grossen Haus in Deutschland oder hier in ihrem kleinen Appartement in Spanien.

imageimage

Am nächsten Tag haben wir noch einen ausgedehnten Sparziergang entlang der Bucht von Roses unternommen, bevor ich mich dann langsam auf den Weg Richtung Süden gemacht habe. Und dies auf dem kürzesten Weg, denn ich wollte endlich mal wieder Gleitschirm fliegen.

Tja, gute Freunde sind einfach wichtig im Leben und darum sollte jeder froh und glücklich sein, wenn er ein paar wirklich gute Freunde hat! 😉

 

Wie das Leben so spielt… gleich und gleich gesellt sich gerne

Durch meinen ersten Costa Brava Bericht hat sich über eine Wohnmobil Gruppe auf Facebook ein netter Kontakt ergeben und die Jungs, Ralf und Tom, nebst ihren Frauen, Petra und Christina, haben mir angeboten ich können mich gerne zu ihnen, auf ihr privates Grundstück in Salobrena stellen. Liegt übrigens nur 7 Km östlich von Almunecar.

Salobreña.web

Das ist ja wohl mega cool, nicht nur da es meine Reisekasse erheblich schont, denn die Campingplätze hier unten sind bei weitem nicht so günstig wie an der Costa Brava. Sondern vor allem weil die Truppe hier echt sehr nett und mega cool drauf ist.

Gegen die mega Wohnmobile der beiden ist meines übrigens eine Jaffakiste ☺️ Ralf hat einen Monaco, und zwar den kleinsten mit nur 10,5 m Länge 😀 und Tom einen Carthago Mega Liner, also beides wirkliche „Wohnmobile“ mit einer breite von 2,55m und keine handlichen „Reisemobile“, so wie ich eines habe.

Wagenburg

Naja, der Platz ist zwar nicht am Strand und hat auch kein fliessendes Wasser, aber als alter Camper weiss man sich ja zu helfen und hat immer einen Wasserkanister sowie etwas zum Fahren dabei.

IMG_3696

Quellen mit frischem und vor allem sehr gutem Wasser gibt es in Spanien ja reichlich.

Aber bitte fragt mich nicht nach einem Kontakt oder genauen Daten, es ist ihr privater Platz und der soll es auch bleiben!

Nach meiner Ankunft bin ich dann schon mal kurz nach La Herradura und Almunecar, um mich ein wenig bezüglich Gleitschirmfliegen schlau zu machen, hab mir noch einwenig Obst und Salat gekauft und werde mich heute wohl mal früh hinlegen. Denn Tom, auch ein GS Fahrer, möchte mir morgen ein wenig die Gegend zeigen.

Charly ist mit der Harley während dessen zum Golfen gefahren 😉

 

Am nächsten Morgen hatten die Nachbarn zum Brunch geladen, und es war nicht nur mega lecker sondern auch mega schön! Vielen Dank für die nette Einladung ihr lieben!

 

Ralf und Tom möchten sich hier übrigens einen kleinen Traum verwirklichen und das Grundstück wie einen Tropengarten gestallten, mit nur ein paar Stellplätzen für gute Freunde. Also ich find’s einfach nur klasse, wenn man sich solche Träume erfüllen kann!

Am nächsten Tag sind wir dann alle gemeinsam nach La Herradura gefahren um einen Strandtag zu verbringen. Sonne, Strand und Meer, Tauchen, Fliegen, Mopedfahren, nette Mädels… Ich glaub ich bin im Paradies!

Selbstverständlich  habe ich den Wind erstmal genutzt um ein wenig mit meinem Schirm am Strand zu spielen 😉

Handling Beach web

Als Petra, Tom’s Frau, und ich anschliessend so am Strand sassen, fragte sie mich ob ich eigentlich auch Gleitschirmflieger aus Nürnberg kennen würde. Ja, klar, einige sogar!

Kennst du eventuell auch den Sam und den Holgi? Mit denen war ich früher sehr oft zusammen und Sam war ein Nachbar von mir.

Ich dachte mich trifft der Schlag! Ja klar kenne ich die, mit denen war ich vor ca. 17 Jahren sehr oft mit dem Wohni in den Alpen unterwegs und vor allem sehr oft in Bassano zum Fliegen.

IMG_3765

Tja, so klein ist die Welt. Das wir uns natürlich viel zu erzählen hatten und eine menge gelacht haben, könnt ihr euch sicherlich denken ! Natürlich haben wir auch noch ein nettes Foto zur Erinnerung gemacht, welches wir gleich an Sam und Holgi geschickt haben. Ich glaub die beiden waren im ersten Moment ein wenig geschockt! 😀

Anschliessend habe ich dann noch schnell ein paar Fotos von Charly mit seiner Harley am Strand geschossen, die er gleich seinem „Rockerclub“ in Saarlouis geschickt hat, von dem er der Präsi ist.

Charly BeachCharly Herradura

 

Schon ein paar Tage später war dann in unserer Wagenburg Paella angesagt, die Joschi, der alte Frauenversteher, unbedingt alleine zubereiten wollte.

Jetzt weiss ich auch warum! Denn er war der Star des Abends bei den Mädels 😎 Geschmeckt hat sie auf jeden Fall vorzüglich, sicherlich auch dank Charlys Zutaten, denn an frischen Zutaten wurde genauso wenig gespart, wie an Gewürzen, so dass der Wein anschliessend in Strömen geflossen ist. Ok, ausser bei Tom, er trinkt ja nur Whisky oder Bier.

Aber selbst ich habe Wein und Bier getrunken, und das heisst schon etwas, da ich ja ansonsten kaum Alkohol trinke! Es war jedenfalls ein wunderschöner Abend, zu dem auch noch Gerd und Tekla gestossen sind, denn natürlich hatte jeder ein paar lustige Geschichten aus seinem Vagabunden-Leben auf Lager. So viel wie gestern habe ich jedenfalls schon lange nicht mehr gelacht!

Eigentlich wollte Joschi ja mit Charly gemeinsam eine Spanientour machen, zumindest hatten die beiden das so geplant. Aber unterwegs ist ihm dann Ilka über den Weg gelaufen und seine Prioritäten haben sich dann wohl  etwas geändert 😉

Am darauffolgenden Tag, einem heiligen Sonntag, waren wir alle natürlich ein wenig Platt und haben die Sonne und die Ruhe genossen und einfach nur ein wenig die Seele baumeln lassen. Charly, dem alten Harley Biker, und mir wurde es dann aber irgendwann zu langweilig und wir haben uns darum ein wenig „sportlich“ betätigt.

 

Na ja, aber zurück zum Fliegen. Die guten und bequem zu erreichenden Startplätze zum Gleitschirmfliegen kenne ich ja jetzt bereits und nachdem wir auch noch den Startplatz Loma del Gatto gefunden haben sind Tom und ich dann noch ein paar Stunden Moped gefahren, diesmal Asphalt in Richtung Almeria. Denn zum Mopedfahren ist es hier mega schön, Kurven ohne ende und top Asphalt!

image

Epsilon-start

 

Klippe-Turm web

Also mir fällt’s wirklich schwer mich für eines von beidem zu entscheiden, denn zum Moped fahren, On- und Offrad ist es hier genauso schön, wie zum Gleitschirmfliegen

Ach ja, hier noch ein paar Fotos von unserer Startplatzsuche.

Der Weg zum Starplatz Alfamar ist schon etwas beschwerlich, egal ob zu Fuss oder mit einem Fahrzeug. Der Ausblick allerdings …. ich freu mich jetzt schon auf meinen ersten Flug von hier oben

On the Road again!

Da zur Zeit mal wieder kein gutes Flugwetter zu erwartet ist habe ich heute morgen die nette Wagenburg in Salobreña erstmal verlassen um gute Freunde bei Malaga besuchen. Ausserdem ist Andalusien viel zu schön um immer nur am gleichen Ort zu bleiben.

Das war ja mal wieder eine herzliche Begrüssung, mit reichlichen und liebevollen Umarmungen!  Und die haben echt gut getan, nach nun fast einem Monat alleine auf Tour!

Und ganz nebenbei, so lecker habe ich lange nicht mehr gegessen, was wohl daran lag, dass Vater und Sohn das Essen gemeinsam zubereitet haben
Wolfgang und ich sind am nächsten Tag erstmal ne Runde Moped gefahren, damit ich die Gegend hier um Alhaurin El Grande mal besser kennenlerne und eventuelle läuft mir demnächst ja Rick Parfitt, Gitarrist von Status Quo noch über den Weg, der gleich neben an wohnt. Ja klar, und selbstverständlich waren wir auch bei dem mega Harley Händler in Malaga und ja, ich habe auch auf einigen mal kurz probegesessen. 😉
Die Road King ist zwar nach wie vor mein Favorit, aber nein, ich bin wohl noch nicht soweit um mit einer Harley durch die Gegend zu cruisen. 😉  Ausserdem habe ich zur zeit ganz andere Prioritäten und eh nur ein begrenztes Budget!
Nach ein paar netten Tagen in Alhaurin el Grand bin ich dann wieder nach La Herradura zum Fliegen gefahren, denn der Wind sollte nun endlich passen. Und so war es auch! 🙂
Am nächsten Tag war es dann endlich vollbracht, mein erster Flug für dieses Jahr, und dann auch noch in so einer geilen Location!

Eps-Air webLa Herradura web

Eigentlich wollte ich mir ja den neuen ADVANCE Pi2 mit dem Easiness2 Gurtzeug mitnehmen, einfach weil es platzsparender und leichter ist. Aber leider war es bei meiner Abreise noch nicht lieferbar .

Im Nachhinein war ich dann doch froh, dass ich den IOTA mit dem Success dabei habe, denn diese Kombination ist einfach nur mega bequem und sehr entspannt zu fliegen! In der letzten Saison, im Oman, bin ich ja noch den Sigma 9 geflogen, vor allem weil ich von dessen Agilität und seiner Dynamik so begeistert bin. Der Iota allerdings ist, wohl durch sein etwas gedämpfteres Profil, doch etwas entspannter zu fliegen 😉
Anschliessend bin ich dann wieder zurück in die Wagenburg gefahren, denn das Wetter wird die nächsten Tage echt bescheiden, da wir hier zwar Sonne, aber sehr viel Wind haben werden.
Auf dem Rückweg habe ich dann bei noch kurz Mercadona gehalten, um abends Gambas al Pil Pil für uns alle zuzubereiten.  Ich war zwar der Meinung 1Kg Garnelen sei genug, aber Tom meinte es müssen mehr sein. Zum Schluss waren es dann zwar 2 Kg. Aber Tom hatte recht, ich hätte wohl besser 4 Kg gemacht. 🙂

IMG_3909

Eigentlich gehts ganz einfach, denn ich bin ja wahrlich auch kein Meisterkoch. Vorgekochte Garnelen kaufen, Kopf, Schwanz und Schale entfernen, etwas Olivenöl in einem Topf heiss machen , reichlich Knoblauch kleinschneiden und darin etwas köcheln lassen, dann etwas getrocknete Chillis kleinschneiden und dazu geben. Dann mehr Olivenöl und die Garnelen zugeben und in dem heissen Öl ca 10-15 min etwas köcheln lassen. Anschliessend einfach aus dem kleinen Topf, oder wie wir, aus einer kleinen Paellapfanne mit Weissbrot essen. Weissbrot auch mal ins Öl tunken, schmeckt lecker. Es lohnt sich übrigens schon bei nur 10 Garnelen für einen alleine.
Ein Tipp noch von Charly: Die Garnelen bereits einen Tag vorher in Öl und Knobi einlegen, dann braucht man sie anschliessend nur etwas warm machen und sie bleiben so weicher und grösser! Aber sag das mal jemanden, der Heisshunger drauf hat 🙂 Ach ja, Koriander. Es gibt Leute, die machen gerne noch Koriander dran, ist wie immer Geschmackssache.
Am nächsten Tag hat mir Charly dann jedenfalls endlich mal seine Harley, eine „Customer made Fat Boy“ geliehen um ein wenig die Küste entlang zu cruisen.
Leute, geil wars 😎

 

IMG_3921

Nachdem Wolfgang mir letzte Woche bereits mal seine E-Glide geliehen hatte verstehe ich jetzt so langsam was meine Harley Freunde so fasziniert! Es ist einfach etwas ganz anderes, ein ganz anderes Fahren und nicht vergleichbar.
Charly und ich haben dann irgendwann allerdings der Wagenburg ade gesagt, es war zwar sehr nett dort, aber ich möchte Reisen und etwas erleben. Und da Charly auch alleine unterwegs ist haben wir beschlossen ein paar Tage gemeinsam weiter zu fahren.
Es gibt übrigens viele Momente, weshalb ich das Reisen mit meinem Wohni gegen keinen, wirklich keinen Pauschalurlaub tauschen würde.
Das ist einer davon!

 

Und auch Morgenstund hat ja bekanntlich Gold im Mund! Allerdings lebt Charly  wohl eher das Motto: der späte Bär fängt mehr ☺️
Jedenfalls war ich morgens schon recht früh am Strand und habe die Stimmung, die gute Luft und die Ruhe ein wenig genossen. Es war einfach nur schön, den Sonnenaufgang zu erleben und dabei dem leichten Rauschen der Brandung zuzuhören
Wir standen übrigens bei der Tauchschule, von wo aus ich auch die Sonnenuntergang-Fotos gemacht habe, gleich unterhalb des Startplatzes und ich hoffte, dass die Windprognose für diesen Tag zutrifft und ich endlich mal wieder ein wenig in die Luft kommen würde!
Leute, ich schwör… ich war gleich morgens schon startklar, aber der Wind wurde binnen so kurzer Zeit dermassen stark, dass zumindest die erfahrenen Piloten unter uns wieder zusammengepackt haben.

Startplatz web

Einige sind zwar geflogen, aber naja, …. sie waren letztendlich heil froh als sie wieder festen Boden unter den Füssen hatten. Ich hatte sogar meine GoPro dabei, um ein kleines Filmchen für euch zu machen, aber…. so ist das Leben! Man muss auch mal verlieren können!

Tja, so ist das Leben am Meer, binnen Minuten zu viel Wind zum fliegen. 

Aber ich habe ja den lieben Charly dabei, er versteht es halt einen wieder aufzubauen! Heute mit Bruscchetta, deren Belag er bereits gestern Abend vorbereitet hat.

Am nächsten Tag haben Charly und ich uns entschlossen den nun kommenden Regen in Almunecar den anderen zu überlassen und sind nach Santa Pola, bei Alicante gefahren. Eventuell habe ich ja hier auch mehr Glück, um in die Luft zu kommen.

Allerdings stehen wir nicht dort wo die Masse steht, sondern wir haben uns wieder ein kleines Eckchen, direkt am Meer gesucht, wo man seine Ruhe hat 😉

Die Masse.webJPG

Tja, und das Wetter… man sieht es ja auf den Fotos, dass es momentan nicht grade das gelbe vom Ei ist.

 

Am nächsten Tag lief es allerdings auch irgendwie gar nicht gut.

Mein TV ging nicht, die Internetverbindung wurde ständig unterbrochen und vom Wind ist ja schon vor ein paar Tagen mein Dachfenster im Bad kaputt gegangen. Naja, ich war selbst schuld, denn ich hab’s aufgelassen und vergessen.
Also bin ich morgens gleich mal losgefahren um vorm Wochenende noch einen Wohnihändler zu suchen. Ich habe auch welche gefunden, aber kein einziger, von Alicante über Elche bis Murcia konnte mir helfen, bzw. hatte Ersatz vorrätig. Also habe ich Panzertape genommen und es erstmal wieder so verklebt, dass ich zumindest noch ne zeitlang weiterfahren kann. Tja, aber fernsehen war jetzt erstmal nicht. Oha, das werden jetzt wohl ne zeitlang langweilige Abende, denn bei dem Wetter ist an draussen bleiben erstmal nicht zu denken.
Klar war ich anschliessend nicht grade gut drauf, aber… mein Meisterkoch hat es wieder verstanden mir ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern, diesmal mit frisch zubereiteten Doraden.
Naja, Charly hat sich den Wein heute natürlich redlich verdient und chattet wohl schon wieder mit den Mädels auf Teufel komm raus. 😉
Da Charly allerdings wieder auf einem ihm bekannten Campingplatz, bei Torre la Sal, wollte, und ich eh mal wieder waschen müsste und dort auch WLAN hätte, also mal wieder einen Bericht mit den schönsten Fotos auf meinem Blog veröffentlichen könnte, hab ich ihn noch dort hin begleitet.

IMG_4011

Gleich beim Check In kam aber der Schock! Ja, 16€ die Nacht, aber nur mit Rentenausweis. Ohne ca 40€! Naja, das hatte sich somit gleich erledigt und ich bin dann mal wieder langsam Richtung Süden gefahren!

Aber dieses mal natürlich nicht, ohne einen kurzen Stop in Altea und Benidorm zu machen, denn genau vor 33 Jahren habe ich hier, an der Küste von Calpe-Altea-Benidorm, ca. ein halbes Jahr lang von der Hand in den Mund gelebt, wie man so schön sagt.

12705713_178526375854934_6539839037961667053_n

Aber… es war zwar eine der schwersten, aber auch lehrreichsten Zeiten meines Lebens und ich möchte sie nicht missen! Tja, wenn ich so zurück blicke, ich war wohl schon vor 33 Jahre anders, als der main stream 😉

IMG_4066

Ein paar Jahre, später, ich glaube es waren 3, mir ging’s jedenfalls finanziell wieder etwas besser, war ich dann übrigens nochmals dort, dann allerdings mit meinem alten Hymer und wie man sieht, ich hatte schon damals immer ein Moped dabei 😉

 

Jedenfalls bin ich dann erstmal wieder noch ein paar Tage zurück nach Santa Pola gefahren, denn ich wollte ja endlich mal wieder in die Luft. Ich wollte fliegen! Ich war auch zwei mal am Startplatz, aber… am ersten Tag war der Wind einfach schon dermassen stark, als ich ankam, dass das starten mir einfach zu risikoreich war. Und ich behaupte jetzt mal, ich bin kein schlechter Starter! Am nächsten Tag war dann einfach schon zu viel Süd drin, so dass ich mal wieder nicht in die Luft gekommen bin 😦 Zwei polnische Piloten sind zwar gestartet, aber… dazu äussere ich mich jetzt hier nicht weiter 😉
Ansonsten, das Wetter ist wirklich ok, nur am Wind müssen sie halt dringend noch ein wenig arbeiten. 😉 Ach ja, und der grosse Pool vor meiner Tür ist auch noch nicht beheizt. 😎
Hmm, hat sich nicht wirklich viel verändert in den letzten 30 Jahren, in Spanien 😉

Santa Pola ist jedenfalls ein guter Tip für die mit einem Wohnmobil reisenden Gleitschirmpiloten.

12745964_179220569118848_558919593748941831_n

Denn hier kann man sehr schön am Meer stehen, gleich unmittelbar am Landeplatz. Das Fluggebiet ist ein reines Soaringgebiet für SO-NO, mit einer mehrere Kilometer langen Kante und der Startplatz ist ideal zum Top landen. Selbst mit einem Tandem! Also alles mega easy! Wenn der Wind passt! 😉 Weiter Infos gibts wie immer unter: Paragliding365.com  War zwar etwas diesig an diesem Tag, aber trotzdem hier noch ein paar Fotos.

Ich bin wohl noch nicht alt genug…

…um nur nen Stuhl vor die Tür zu stellen und die Sonne zu geniessen. Darum ist mir in Santa Pola dann auch irgendwann so langsam die Decke auf den Kopf gefallen, immer nur sonnen und Meer und sonst nix, … Ne, das ist halt immer noch nichts für mich.

Denn als ich morgens wach wurde war er gleich da, der Gedanke, du musst weiter. Also habe ich gefrühstückt, alles verstaut und bin los. Das gute anschliessend war , dass ich mich ein wenig verfahren habe und dabei einen mega gut ausgestatteten Wohnmobilhändler in Elche gefunden habe! Caravanas Cruz!
Er hatte sogar das passende Dachfenster für mein Bad vorrätig, welches mir ja der Wind zerstört hatte. Und für 130€ muss ich es mir sicherlich nicht in Deutschland bestellen.  Und da er sogar LED Birnen vorrätig hatte, habe ich gleich mal sämtliche 17 Lampen im Wohni damit bestückt. Hat zwar auch nochmal 110€ gekostet, aber dafür muss ich mir um Strom zukünftig definitiv keine Gedanken mehr machen

😎

Letztendlich habe ich ja auch über 200€ gespart, da ich nicht auf dem Rentnerplatz, bei Charly geblieben bin. 
Ja, ist ja gut, aber irgendwie muss ich es mir ja auch schön rechnen! 😂
Anschliessend war ich dann noch schnell einkaufen, diesmal allerdings definitiv zum letzten mal bei LIDL und demnächst nur noch bei Mercadona! Denn dort sind die Lebensmittel wenigsten frisch!!!
Nachdem ich mich dann am nächsten Morgen entschlossen habe endlich mal wieder einen Waschtag einzulegen, das Wohni hab ich ja bereits unterwegs mit dem Dampfstrahler gereinigt, is wohl der Putzteufel in mir wach geworden ☺️ Zum Glück haben einige Tankstellen in Spanien ja einen Waschsalon, so dass ich dazu nicht extra auf einen Campingplatz muss. Und 4 € für 9kg Wäsche ist ja auch bezahlbar. Und da ich 2 Maschinen waschen und trocknen musste, hatte ich Zeit, viel Zeit. Ich mach’s kurz, ich habe mein Wohni mal wieder so richtig durchgeputzt! 😉

IMG_4128

Mein Wohni ist jetzt also wieder Blitz blank, sämtliche Klamotten und Bettwäsche frisch gewaschen, der Frischwassertank voll, Abwasser und Toiletten leer, Tank und Kühlschrank voll, und darum habe ich mir erstmal wieder ein angenehmes Plätzchen gesucht und mal Kassensturz gemacht.

image

Gefahrene Km bisher 4700
Zeitraum 7 Wochen
Kosten:
Diesel 670€
Maut 220€
Stellplätze/Campingplätze 130€
Gas 40€
Telefon/Internet 150€
Lebensmittel rechne ich nicht dazu, denn essen muss ich ja auch zu Hause.
Die Kosten Total für bisher sieben Wochen Erlebnisreise sind also 1210€.
Dafür hatte ich bisher eine wirklich sehr schöne Zeit, habe schöne Orte und Landschaften gesehen und viele interessante, gleichgesinnte Menschen getroffen, ob beim Fliegen, Mopedfahren oder mit dem Wohni, die ich sonst niemals im Leben kennengelernt hätte.

 

So ihr lieben, das war’s erst mal wieder 😀

Mein persönliches Fazit bisher:
Eigentlich bin ich ja zum Gleitschirmfliegen in den Süden gefahren, aber zum Gleitschirmfliegen ist Andalusien im Januar-Februar sicherlich nicht erste Wahl!
Zum Mopedfahren, On- wie Offroad ist es auf Grund der Temperaturen, der kurvenreichen Strecken, dem top Asphalt und  dem einladenden Gelände, sowie den günstigen Preisen hier, um diese Jahreszeit perfekt!
Für im Wohnmobil Reisende ist es ein Traum!
Stell- und Campingplätze gibt es reichlich, genauso wie Sonne und Meer, eine abwechslungsreiche Landschaft in Küstennähe und man trifft hier jede Menge gleichgesinnte und sehr interessante Menschen! Vom sehr preiswerten Lebensunterhalt jetzt mal ganz abgesehen.
Jedenfalls ist es gleich ein ganz anderes Wohngefühl, so ein sauberes Wohni. Also zumindest fühle ich mich grad wieder so richtig wohl darin!

Wohnbereich webKüche-Essen web

Und dann noch der Sonnenaufgang heute, hier in der einsamen Bucht, grade passt es einfach mal wieder!

sunrise

Da es allerdings zur Zeit recht windig ist, ich also wieder mal ne Zeitlang nicht zum Fliegen komme, habe ich heute die Zeit genutzt um mal diesen ersten kurzen Zwischenbericht  zu schreiben.
Hoffe mal ich habe die richtigen Worte gefunden und hatte die richtige Stimmung dazu, damit er nicht zu langweilig für euch geworden ist. Denn mir ist es wichtig möglichst immer authentisch zu schreiben, was letztendlich aber auch immer meine aktuelle Gefühlslage spiegelt und nicht, wie bei professionellen Schreibern, immer den gleichen Schreibstil aufzeigt.
Und da ich dazu natürlich auch noch die ganzen Fotos der letzten Wochen sichten musste, hat das ganze etwas viel Zeit in Anspruch genommen. Darum habe ich mir heute auch vorgenommen, zukünftig in kürzeren Abständen etwas zusammenfassen.
Ein EHRLICHES Feedback von euch wäre mir darum sehr hilfreich, vor allem auch für zukünftige Berichte!!!
Ich bin dann jedenfalls erstmal wieder on the road again, und schau mal was so an interessanten Erlebnissen in nächster Zeit auf mich zukommt. Vor allem aber hoffe ich, dass ich endlich mal öfter zum fliegen komme!
Selbstverständlich werde ich euch aber weiterhin auf meiner Facebookpage möglichst täglich ein kurzes Update posten. Wer interessiert ist kann mich ja einfach zu seiner FB Freundesliste hinzufügen, da ich dort nichts öffentlich poste. Denn dort halte ich auch den einen oder anderen smalltalk mit Freunden, und der soll natürlich nicht öffentlich geführt werden. Facebook.com/GoeldiOnTour oder Facebook.com/Abenteuer Europa
Jetzt wünsche ich euch aber erstmal ein schönes Wochenende, egal wo ihr euch grade auf unserem schönen blauen Planeten befindet und hoffe, dass euch meine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen ein wenig Freude gemacht hat!

IMG_4064

Sonnige Grüße
Göldi
PS:: Und sorry falls das mit den Fotos und der Formatierung momentan nicht sehr professionell geworden ist. Aber ich kann zur Zeit nur mit dem Handy online gehen und es ist Wahnsinn, was das hier in Spanien kostet, bzw. was die Korrekturen mich kosten würden. 😦
Wer also Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten! 😉

8 Kommentare zu “Die ersten sieben Wochen, von der Costa Brava bis Andalusien

  1. Schöner langer Bericht! Ich wünsche dir weiterhin eine gute Zeit und vor allem dass du den richtigen Mix findest aus – ausreichend verweilen und weiterziehen da es noch so viele andere wunderschöne stellen und Personen gibt 😉 gute Zeit Volkmar!
    Hoffe dass du im Sommer in Alpenreichweite bist für eine Tour in den Franz Alpen / Asietta Kammstr etc – bin gespannt! Auf bald!

    Gefällt 1 Person

  2. Nachdem wir in diesem Winter (anders als in den drei Vorjahren) aus gesundheitlichen Gründen auf Spanien/Portugal im Womo verzichten mussten, war es mir ein ganz besonderes Vergnügen, auf deinen Spuren mitzureisen. Vielen Dank. Vielleicht sehen wir uns im nächsten Winter? LG Moni

    Gefällt 1 Person

  3. Lieber Volkmar

    vielen Dank für diese Berichterstattung. Deine interessanten Erlebnisse und die eindrucksvolle Beschreibung, gemischt mit einer abwechslungsreichen und stimmungsvollen Bebilderung, lassen im Kopf einen kurzweiligen Film entstehen, indem Du der Hauptdarsteller bist. Gerne reise ich so mit Dir durch Spanien. Mit Spannung erwarte ich Deine weiteren „Abenteuer“.

    Beste Grüße
    Carla

    Gefällt 1 Person

  4. Hi Chef! 🙂 Einen tollen Blog hast du da ins Leben gerufen. Ich find’s sehr schön, dass du dich – schön mit Rückenwind – auf die Reise begeben hast. Enjoy! Wenn es dich weiter Richtung Süden verschlägt, schau mal in Lisboa vorbei. Würde mich freuen. Weiterhin viel Spaß und lass es dir gut gehen.

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: Das Leben ist ein Abenteuer, man muss es nur zulassen! | GoeldiOnTour

  6. Volkmar deine Berichte sind richtig klasse und die Schreibweise angenehm zu lesen,wenn du irgendwann zurück bist solltest du überlegen ein Buch daraus zu machen.Viel Spaß weiterhin und ich freue mich schon auf eventuelle Tauchberichte.Liebe Grüße Hans-Peter

    Gefällt 1 Person

Über einen Kommentar würde ich mich freuen! ;)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s