Campingplätze vs Freies stehen

Campingfreunde VS Freisteher

Ein Thema das immer wieder polarisiertDabei könnte es doch so einfach sein, wenn jeder den anderen lässt wie er es gerne möchte.

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Denn bleiben wir doch ehrlich, beides hat seine Vor- und Nachteile.

Die Campingfreunde buchen bereits oft Monate im Voraus ihren Campingplatz, am liebsten einen wo auch deutsch gesprochen wird, und kennen so ihr Reiseziel ganz genau.

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Die Freisteher fahren viel, schauen sich die Landschaft an und bleiben wenn sie einen schönen Schlafplatz für die Nacht finden.

Sie müssen/können sich also immer wieder aufs neue orientieren. Vorteilhaft hierbei ist natürlich wenn man die Landessprache spricht, oder zumindest in einer anderen Sprache kommunizieren kann, da man ansonsten nicht weit kommt. Naaj, neu sind ja erst seit ein paar Jahren die Reiseapps. Hm, was soll ich dazu sagen?  Für die einen sind sie ein Fluch, für die anderen ein Seegen 😉 

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Die Campingfreunde bekommen einen fest zugewiesenen Platz, mit Strom und Wasseranschluss. Sie stehen ordentlich in schön gleichmässigen Parzellen und haben so ihr festes Territorium.

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Die Freisteher haben keine festen Territorien und müssen sich sehr oft mit anderen arrangieren.

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Der Campingfreund braucht maximal ein paar Meter zu fahren um Wasser aufzutanken und seine Toilettencassette und Schmutzwasser zu entsorgen.

Der Freisteher dagegen hat immer mehrere Toilettenkassetten dabei und muss sich ständig neu informieren wo er einen Wasseranschluss findet und wo er umweltgerecht entsorgen kann.

Ja, auch die vielen Freisteher, vor allem die, die schon seit vielen Jahren unterwegs sind wissen, dass es auch einige unterwegs gibt, die sich nicht wirklich umweltgerecht, rücksichtsvoll verhalten! Aber es sind nur einige! Ich nennen sie immer „mobile Clochards“

Sie reden ständig von ihrer grossen Freiheit ohne arbeiten zu müssen, machen oft einen auf mega sozial, einige erzählen immer die gleiche, herzzereissende Geschichte und  fragen hier und da ob du mal ne Zigarette oder nen Euro für sie hast. Tja, und meist sind sie leider auch der Meinung, da ihre Fäkalien etwas natürliches sind, sie diese bedenkenlos in der Natur hinterlassen können.

Naja, und diejenigen, die ihr Grauwasser oder gar ihre Toilettencassetten irgendwo in der Natur entsorgen, Leute, bei solch einem Verhalten bin selbst ich sprachlos. Diese Menschen hatten wohl ein sehr schlechte Kinderstube, sind einfach nur asozial veranlagt und haben nur Verachtung verdient!

Darum, liebe Campingfreunde, schmeist nicht alle in eine Schublade!  Denn die wirklichen Freisteher, die aus Leidenschaft reisen und in der Natur stehen, verhalten sich IMMER umweltverträglich und rücksichtsvoll! Sie sind keine „mobilen Chlochards“

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Aber weiter im Text…. Der Campingfreund ruft bei einer Störung oder einem Defekt einfach eine Servicenummer an, die schicken jemand zum Campingplatz der sein Wohnmobil wieder repariert.

Die Freisteher sind meist auf kollegiale Hilfe angewiesen. Zum Glück, dass die meisten schon viele Jahre mobil unterwegs sind, dass sie jede Menge Werkzeug mitführen und auch jeder ein wenig Fachwissen dazu steuern kann. 

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Der Campingfreund investiert sein Geld gerne in Bequemlichkeit.

Der Freihsteher meist in Technik um autark zu bleiben!

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Der Campingfreund steht jede Nacht auf seiner Parzellen, der Campingplatz ist eingezäunt und heutzutage meist auch videoüberwacht, also sehr sicher!

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Der Freisteher muss sein Fahrzeug selbst so absichern, das ungebetene Gäste erst gar keine Zugriffsmöglichkeit haben, wenn er sicher schlafen möchte.

Der Campingfreund braucht seinen Grill nur einmal aufbauen und kann bequem jeden Tag seine Leibspeisen geniessen.

Der Freisteher muss jedes mal aufs neue auf- und abbauen, wenn er den Grill benutzen möchte. 😉

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Der Campingfreund ist meist ein geselliger Mensch, der gerne unter seines gleichen steht. Hier kann er sein schönes, neues mobiles Heim präsentieren, kann von Abenteuern auf Campingplätzen oder der Anfahrt erzählen und bei fortgeschrittener Zeit bei einem Glas Alkohol, oder mehr, einen Schwank nach dem anderen von seinen Heldentaten aus der Jugend erzählen.

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Der Freisteher ist da eher ein zurückgezogener Mensch, er steht gerne in der Ruhe, in der Natur und lauscht lieber der Brandung des Meeres, als den Geschichten des Nachbarn.

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Der Campingfreund verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, und möchte vorrangig Bequemlichkeit und eine angenehme Zeit in der Sonne und am Meer erleben.

Der Freisteher ebenfalls, ist aber lieber oft unterwegs, reist von einem Ort zum andere und investiert sein Geld in Diesel und ins Fahrzeug.

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Ja, auch dass sich sich einige Campingfreunde Sorgen um die Freisteher machen und selbst im Ausland um Recht und Ordnung kümmern, ist ja bekannt, und man liest es von einigen ja immer wieder: das ist verboten!

Dafür haben die Freisteher auch Verständnis und erwidern solche Kommentare darum meist nicht. Denn sie haben halt gelernt das letztendlich die lokalen Behörden entscheiden wo sie stehen dürfen, wo sie geduldet werden, und wo nicht. Und nicht irgendein selbsternannter Blockwart 😉

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Ihr Lieben, ihr seht, die Unterschiede zwischen Campingfreunden und Freistehern, ihre Vorlieben, sind so gross, die beiden werden sicherlich in einigen Punkten nur selten auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Aber eins können sie zumindest versuchen, sich gegenseitig zu akzeptieren!

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Und wenn wir schon ehrlich bleiben, der eine oder andere der Campingfreunde liebäugeln hier und da sicherlich auch mal damit, einmal das Leben als Freisteher zu probieren, es mal zu versuchen und wird es eventuell auch geniessen.

Und der eine oder andere Freisteher ist auch schon mal froh, wenn er mal ein paar Tage auf einen Campingplatz fahren kann, in Ruhe seine Wäsche waschen und Besorgungen machen kann, oder entspannt einen Arzttermin wahrnehmen kann.

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Ihr Lieben, die Aufzählung lässt sich sicherlich noch um viel Punkte erweitern und ich will hiermit niemanden auf die Füsse treten. Es ist nur mein persönlicher Eindruck, hier und da sicherlich etwas überspitzt formuliert, aber hey, Humor ist wenn man trotzdem lacht 😉

Lasst uns einfach alle so leben, so reisen, wie wir es schön finden, jeder nach seiner Fasson! Denn wir haben doch alle lange gearbeitet und viele tun es heute noch, um uns letztendlich diesen, unseren Traum zu erfüllen.

Tja, und ich?  Hm, also unter uns, ich bevorzuge sehr gerne beides, geniesse die Vorzüge eines Campingplatzes genauso wie das freie stehen. Ich erzähle auch schon mal gerne Geschichten und höre anderen auch gerne schon mal dabei zu 😉 Aber bin ich darum ein Außenseiter?  Nein, nicht wirklich, denn auf Grund meiner persönlichen Erfahrung bevorzugen sehr viele beides und verbinden das eine mit dem anderen. Halt so wie’s grade am besten passt! 😉

Bevor mir aber jetzt das anstiften zu Straftaten unterstellt wird, nur weil ich schon mal Fotos vom freien stehen poste oder selbst gerne frei stehe… NEIN, das darf man nicht, es ist verboten. 😄

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Aber ihr seid ja alle über 18 und geimpft, dürft das also alleine entscheiden 😄

Für alle die etwas mehr dazu erfahren möchten: Santa Pola – Zerstörung eines der letzten kleinen Paradiese

Weiterhin schöne Erlebnisse, egal wo

Göldi on Tour

19 Gedanken zu “Campingplätze vs Freies stehen

  1. Klar ist es etwas schwarz weiss, sonst würde es ja auch viel zu lang 😉 Ich wollte nur mal ein paar Hauptpunkte aufzählen, die man halt immer wieder oft hört, um genau das zu verdeutlichen was ja auch deine Erfahrung ist, sehr viele bevorzugen ein sowohl als auch. Was letztendlich auch für mich die ideale Art des Reisens ist.

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  2. Ja sehr schön dargestellt. Und ist so auch alles in Ordnung. Nur versteh ich nicht was frei stehen Monate lang in Straßen ist. Freiheit die alle in schlechten Ruf bringt. Aus Sicht von den Anwohnern dieser Straßen. Reisen und freistehen ist für mich etwas anderes.

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  3. Wir halten es genau so. Nichts wird gebucht. Alles ergibt sich. Freistehen ist richtig toll. Ein paar Nächte Mal einen luxuriösen Campingplatz anfahren hat auch seinen Reiz. die richtige Mischung macht’s. aber es soll campingfreunde geben die das Klo Küche im mobil gar nicht nützen. Noch besser das Klo ausbauen um mehr Stauraum zu haben. Das werde ich nie verstehen. Ein Lob an dich, toll geschrieben

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  4. Der Freisteher ist frei und steht frei und hat meist viel Platz, der Campingfreund hat wenig Platz und im Urlaub oft genau die Leute um sich herum, denen er imrest des Jahres versucht aus dem Weg zu gehen 😉

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  5. Herrlich deine kleine Aufzählung . Nach 40 Jahren Wohnmobil davon 20 Jahre ganzjährig drin Leben und bekennende Freisteher ( mit Hang zu gelegentlichen CP und SP Aufenthalten) kann ich dir nur 100% zustimmen. Ab diesem Winter bin ich mit einem Mini Camper unterwegs. Hat auch Vorteile der Fiat doblo ist nicht als Wohnmobil zu erkennen. Eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Lg aus dem sonnigen Spanien Evi

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  6. Wir sind schon seit so vielen Jahren Wohnmobilisten, damals gab es überhaupt keine Stellplätze und Campingplätze waren verpönt. Damals haben wir so unsere Techniken entwickelt, um an einen guten Übernachtungsplatz zu kommen, die uns heute wieder zu Gute lommen. Wir waren daher immer „Freisteher“ . Dann kamen die ersten Stellplätze und wir wurden zu bekennenden Stellplatzfahrern. Aus dem großen Bordatlas einfach etwas Passendes aussuchen. Dann kam der Hype und die Stellplätze wurden voller und voller und das Freistehen schwieriger. Inzwischen fahren wir gern auf kleine Campingplätze und genießen den Platz, denn wir dort haben. Aber wir stehen auch, wenn sich etwas Schönes findet wieder frei oder nehmen mal einen Stellplatz unter die Räder. Wie es kommt und was sich anbietet. Was sind wir nun: Camper, Freisteher oder Wohnmobilisten? Ich denke, von allem etwas und das ist so für uns ok.

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  7. Guter Beitrag. Leider alles richtig. Wir, Ehepaar und Camper seit mehr als 40 Jahren, lieben sowohl Freistehen als auch Campingplatzbesuche. So wie es gerade paßt. Zum Freistehen für mehr als ein paar Tage gehört unserer Ansicht eine Trenntoilette ins Fahrzeug. Den Umbau scheuen jedoch viele. Schade und traurig, dass dadurch so vieles kaputtgeht.

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