Einfach mal wieder weg, egal wohin

Tja, und so sieht die Packerei dann aus, wenn man nicht weiß was man eigentlich will, bzw. wohin 😂

Was nehme ich mit?

Nur meinen Gleitschirm oder nur den Tandem? Oder beides? Oder nur das Moped? Oder doch nur die Fahrräder? Und vor allem welche Kleidung? Was warmes, für die Berge oder auch was luftiges für’s Meer?

Egal, ich pack einfach mal alles ein, Hauptsache endlich mal wieder auf die Rolle. 😄

Wir wissen wirklich nicht wo wir hin wollen, wir haben absolut keinen Plan, außer… Richtung Alpen, also Richtung Süden.

10 Tage haben wir Zeit und wenn ihr interessiert seid wie’s uns ergeht oder wo wir landen, schaut einfach mal wieder rein.

Wird sicherlich lustig! Oder auch nicht 😉

Verrückt? Ja, kann sein! 

Aber seit Juni plagen mich Knieschmerzen, ich konnte seit dem keine Stunde mehr am Stück fahren, weil ich die Schmerzen einfach nicht mehr ausgehalten habe. Beim sitzen, also ohne Belastung! Komisch, oder? Treppen runter gehen oder Moped fahren war eh unmöglich.

Und an Gleitschirmfliegen war auch nicht zu denken. Nicht nur das ich nicht lange im Gurtzeug sitzen konnte. Bei viel Wind konnte ich durch den Druck im Schirm die Kontrolle beim starten kaum behalten und bei wenig Wind sind mir beim Landen jedesmal die Knie weggeknickt und ich habe mich über die Wiese gekugelt wie eine Schildkröte 😉  Darum musste ich auch alle Passagierflüge absagen. Sorry dafür!

Aber weder Röntgen noch MRT gaben Aufschluss, noch Gefässchirurgie oder Orthopädie wussten einen Rat, da meine Knie angeblich top in Ordnung sind. Bis auf eine Entzündung der Quadrizepssehnen, die ich mir wohl durch meinen Übermut in Dänemark zugezogen habe.

Lange rede kurzer Sinn, durch einen Bluttest kam dann raus das ich mir eine Borelliose zugezogen habe und die Symptome in Verbindung mit der Entzündung der Quadrizepssehnen konnten darum wohl auch kein Ortopäde richtig zuordnen.

Naja, nach über 3 Wochen Penicillin, einer Packung Voltaren Dispers und täglichem eincremen mit Therma Care sind die Schmerzen mittlerweile schon mal erträglicher und wer mich kennt, kann die Entscheidung jetzt sicherlich verstehen 😉

Ich muss einfach mal wieder raus! Wieder mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Und wenn es nur für ein paar Tage ist, aber ich brauche das einfach.  Und ich muss auch mal wieder in die Luft! Ich will mal wieder Moped fahren!  Und… ich muss die Kilos die ich in den letzten Monaten durch Nichtstun zugelegt habe unbedingt wieder loswerden 🙂

Also, soviel zu Erklärung und jetzt schauen wir mal, was wir so erleben, bei unserer Fahrt ins Blaue, ohne Ziel und ohne Plan! 😉 

Unsere erste Entscheidung musste wir schon mal vor dem Gambacher Kreuz treffen, und die Wahl viel auf die A5. Also ging’s schon mal nicht Richtung München, Österreich, sondern Richtung Schweiz.  Aber wohin? Immer noch kein Plan.

Wir sind dann erstmal ins Berner Oberland gefahren, am Thuner See entlang, nach Interlaken.

Am Landeplatz haben wir dann erstmal in Ruhe einen Kaffe getrunken,  ein paar alten Bekannten Hallo gesagt und dabei erfahren, dass der Startplatz Luegibrüggli momentan geschlossen ist. Hm, Schade, denn wir hatten uns schon auf nen schönen Tandemflug gefreut, da es spät Nachmittags hier eigentlich recht gut geht und man eine schöne Aussicht über den See hat.

 

 

Tja, was tun? Denn in Interlaken waren wir wirklich schon oft genug zum fliegen und bis auf’s Panorama, was wirklich sehr schön ist…. ich sag’s mal so, die Fliegerei hier haut mich nicht mehr grade um.  Bis auf’s Panorama, das ist wirklich mega schön.

Also, was jetzt?

Wer Stephie kennt weiss, sie war als Kind schon anders als die anderen 😉 Lass uns doch mal auf einem Pass schlafen, haben wir noch nie gemacht. Wie Bitte? Weisst du wie kalt es jetzt schon da oben ist, wenn die Sonne untergeht?

Auf der anderen Seite, wir haben ja eh keinen Plan und wenn ich so überlege, ist zwar ne etwas verrückte Idee, aber ja, hat bestimmt was 😉

Also auf, rauf auf den Grimselpass!

 

Und dann erstmal am See etwas essen. Natürlich Bergkäse mit frischem Bauernbrot, das wir uns kurz vorher noch schnell gekauft haben.

 

 

Tja, und hier stehen wir jetzt und… schaut selbst

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Ein geiles Panorama, oder?

Tja, Stephie, coole Ideen hat sie wirklich!

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Das ist also unser Schlafplatz für heute Nacht und wie’s dann morgen weiter geht, bzw. wohin das sehen wir dann wenn wir wach sind, wie wir dann drauf sind,  🙂

Hier noch die Google Maps Koordinaten, falls jemand auch mal diese phantastische Aussicht erleben möchte: https://goo.gl/maps/zfVb3gwLcHJ2

Guten Morgen! Die Sonne geht auf und wie ihr seht, wir haben es überlebt

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Warum ich jetzt schon online bin? Naja, ich hab schon mal das Wetter gecheckt.

Und da die Alpen wohl spätestens morgen Nachmittag im Regen versinken werden, weichen wir heute schon mal einwenig weiter Richtung Süden aus. Durch das Goms, ins Wallis, über den Simplon an den Lago Maggiore. So ist zumindest der Plan. Ja, wir haben einen Plan.  Zumindest für heute 😀

Also das wird dann wohl doch etwas stressig! 

Es fing gut an, wir sind früh los und der Grimselpass war recht leer, so dass wir entspannt im Goms angekommen sind

 

 

Auf dem Weg zum Simplon haben wir darum erstmal kurz Pause gemacht und gemütlich gefrühstückt.

 

Auch der Simplon war recht entspannt, so das wir hier und da stehen geblieben sind, um die Landschaft zu geniessen.

 

Aber dann… statt über Domodosola die SS 33 zum Lago Maggiore zu nehmen, habe ich die SS337 genommen!

 

Fragt mich bitte nicht warum, das hatte ich wohl vom Mopedfahren noch so im Kopf 🙂 Es war jedenfalls keine Freude, und darum sind wir gleich den ersten Campinglatz angefahren um einwenig zu entspannen.

Klar, mit dem Moped machen solche engen Pässe natürlich mega Spass, vor allem durch solche engen, steile Schluchten. Mit dem Wohnmobil allerdings…. kann mir gut vorstellen wie die geflucht haben, die hinter uns waren.

Naja, aber wenn Engel verreisen!  Als Entschädigung haben wir wieder einen traumhaft schönen Stellplatz bekommen und ich denke wir bleiben erstmal 2-3 Tage hier stehen. Denn in der Nebensaison kann man es ja auch auf Campingplätzen recht gut aushalten 😉

Kennt ihr das? Wenn ich denn See seh, brauche ich kein Meer mehr! 

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Obwohl ich gestern ganz schön fertig war, sind wir nach einer kurzen Pause noch einwenig mit dem Moped in die Berge gefahren, auch um zu schauen ob man hier mit dem Gleitschirm fliegen kann.  Denn in der Paragliding Map  ist zumindest ein Startplatz beschrieben.  Und siehe da, wir haben ihn gefunden und er ist wirklich sehr gut gelegen. Ich hoffe das meine Knie den Marsch dort hoch mitmachen, denn da es eine etwas anspruchsvolle Off Road Strecke dort hoch ist, traut Stephie sich nicht das Moped wieder runter zu fahren.

 

 

Der Lago Maggiore, einfach nur traumhaft schön hier!

Wir schauen mal, ob wir mit dem iPhone ein paar mehr schöne Eindrücke festhalten können und laden sie dann die Tage mal hier hoch.

 

Hier noch der Link zum Camping Campagna https://www.campingcampagna.it/de.aspx

By the way, dank der sozialen Netzwerke ist das reisen mit Wohnmobil heutzutage ja recht entspannt, da man nicht nur Infos weitergeben kann, sondern auch hilfreiche Tips erhält.

ZB. den, das Sonntags Markt in Cannobio ist 😉

 

 

Darum auf diesem Wege schon mal vielen Dank an die Teilnehmer der Wohnmobil-Facebookgruppen, in die ich immer wieder gerne mal reinschaue und wo ich schon viele gute Tips bekommen habe.

Wohnmobile und Reisemobile, das schönste Hobby der Welt. – Freizeitspass Wohnmobil  

Wohnmobilfreunde24 – Stellplätze und Campingplätze Empfehlungen

und selbstverständlich Überwintern in Spanien

Ich hoffe ich kann euch mit meinem Blog etwas zurückgeben!

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Tja, Regen! Du wirst wach und es regnet, nicht wirklich aufbauend wenn man ein paar Tage Urlaub hat. Und das schöne Postkarten-Panorama ist nun auch kaputt! 😀

Aber auch meine Knie machen mir nach wie vor Probleme, so dass ich selbst die paar Meter zum Startplatz in Cannobio nicht hochlaufen kann, und darum nicht fliegen konnte. Darum habe ich mich auch erstmal ins Wohnmobil zurückgezogen um dann auch noch festzustellen, dass wir wegen der Bäume hier keinen TV Empfang haben. Für mich ist es also grad echt frustrierend.

Also was jetzt? Regen, kein TV Empfang und zum fliegen komme ich hier auch nicht. Wie soll’s nun weiter gehen, denn wir haben natürlich keine Lust hier einfach nur die Zeit totzuschlagen.

Darum habe ich mal im Forum des DHV (Deutscher Hängeleiter Verband) nachgefragt, ob irgendjemand mir ein Fluggebiet für „gehbehinderte“ empfehlen kann, wo wir auch mit dem Wohnmobil stressfrei stehen können. Es sollte halt entweder hier in der Nähe oder irgendwo auf unserem Rückweg liegen, denn wir würden schon gerne noch ein paar gemeinsame Flüge im Tandem geniessen!

Bigge

Tja, ich sag’s ja immer, soziale Netzwerke, Fluch und Seegen! 😉 Der Vorteil solcher Foren liegt aber klar auf der Hand, denn lokale Kenntnisse sind genauso Gold wert, wie persönliche Erfahrungen. Und wo sonst kann man die so schnell und einfach bekommen, wie in sozialen Netzwerken und Foren.  Und nein, es gibt da nicht nur die Nörgler und Besserwisser, es gibt dort auch die freundlichen, die netten, hilfsbereiten  und kompetenten Kollegen, die letztendlich den Sinn solcher Foren ausmachen.

Um Emmeten soll es sehr entspannte Fluggebiete für „gehbehinderte“ geben, wo man auch stressfrei mit dem Wohnmobil stehen kann.  ZB. Klewenalp, Niederbauen, Bruni, Rotenfluh https://www.flugschule-emmetten.ch

Ideal für uns muss wohl auch die Ebenalp, bei Wasserauen , sein https://www.ebenalp.ch/flugsport 

Aber auch im Schwarzwald scheint es Fluggebiet zu geben, die für meine Knie verträglich sind und wo wir mit dem Wohnmobil direkt im Fluggebiet stehen können . http://www.oppenauer-gleitschirmflieger.de

Wie ihr also wieder seht, nicht nur für Wohnmobil-Reisende können solche Gruppen/Foren sehr oft hilfreiche sein! 😉 

Darum hier schon mal ein herzliches Dankeschön für all die Tips! Wir schauen jetzt mal nach dem Wetter und sehen dann wo unsere Reise hinführt.

 

Unsere letzten Tage

Da das Wetter in den Alpen nun für die nächsten Tage wieder recht sonnig gemeldet ist, haben wir uns mal wieder auf den Weg gemacht.

Da wir über den Grimselpass und den Simplon an den Lago Maggiore gefahren sind, haben wir uns, trotz Schneewarnung, entschieden über den Gotthard zurück in die Schweiz zu fahren.

Denn die Südseite des Gotthard ist wirklich Eindrucksvoll und das Wetter hat eine wunderschöne Aussicht zugelassen.

 

Die Nordseite dagegen, naja, wir hatten Glück, denn teilweise lag der Schnee noch auf der Strasse  und das Wetter war auch so la la 😉

 

 

Unsere Entscheidung ist dann jedenfalls erstmal wieder auf Interlaken getroffen, so dass wir über den Sustenpass und Meiringen gefahren sind, anstatt bequem an den Vierwaldstätter See, nach Emmetten.

Aber das Flugwetter sah hier einfach besser aus und Stephie wollte gerne noch mal einen Panoramaflug am Thuner- und Brienzersee, vor Eiger, Mönch und Jungfrau geniessen.

Bildschirmfoto 2018-10-04 um 16.45.09

Also sind wir erstmal zur Höhenmatte, gleich vor dem Hotel Victoria Jungfrau, dem Treffpunkt für Tandempiloten gefahren.  Tja, mein Knie…. aber Stephie machte bereitwillig den Sherpa, denn schliesslich möchte sie hier unbedingt mal wieder in die Luft  😉

 

 

Und da ich ja nun mal einige der Piloten persönlich gut kenne haben die Jungs uns auch gerne einen Shuttle direkt zum Startplatz organisiert 😉

 

 

Dort angekommen haben wir erstmal einwenig abgewartet, damit die Piloten möglichst zügig mit ihren Gästen starten konnten. Denn das Tandembusiness ist hier in Interlaken nun mal der Renner schlecht hin und die Piloten müssen im Stundentakt Passagierflüge absolvieren.

Darum mein Tip für euch, falls ihr dieses traumhafte Panorama gerne mal entspannt aus der Luft erleben möchtet: Twin Paragliding Interlaken

Tja, wie ihr seht, kaum sind die einen Gruppen gestartet und wir machen uns startklar, kommen schon die nächsten Piloten mit ihren Passagieren an.

Kein Wunder, bei diesem traumhaften Wetter und der Aussicht zur Zeit!

 

No worries, der Start ist hier mega easy…

… und das Panorama gehört sicherlich zu einem der schönsten Europas!

 

Also ihr Lieben, wenn ihr mal hier in der Nähe seid, ein Tandemflug lohnt sich hier wirklich! Und die Campingplätze hier kann man auch empfehlen.

Wer gerne am See stehen möchte, für den ist die Manor Farm erste Wahl. Für Gleitschirmflieger ist der Camping Alpenblick sicherlich erste Wahl, da er sich direkt am Landeplatz befindet.

https://www.campinginterlaken.ch/de/uebersicht-campingplaetze

Und für die Gleitschirmflieger unter euch, die auch öfters unterwegs sind, habe ich hier noch einen sehr guten Tip!  Denn die Jungs haben mir eine super Seite empfohlen, die zumindest ich bisher noch nicht kannte, auf der man alle aktuellen Winddaten Europas auf einen Blick hat:  Winds mobile 

So, ich geh dann jetzt mal alleine fliegen, und hoffe auf einwenig Thermik um mich etwas hochzuschrauben 😉

 

Schön war’s! 

Es war zwar keine nutzbare Thermik zu finden, aber allein der Ausblick während des 20 minütigen Gleitflugs lohnt sich immer hier in Interlaken. Drei mal hat Stephie mich mit unserer alten Dakar hochgefahren, denn wer weiss wann ich das nächste mal in die Luft komme.

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Mein Fazit nach den paar Tagen

Die Freiheit die man mit einem Wohnmobil hat ist einfach unbezahlbar! Denn mehr Flexibilität geht nicht!  Ob nur ein Wochenende, ein paar Tage oder überwintern im Süden, man fühlt sich einfach immer und überall zu Hause.

Egal ob man auf einem Pass übernachtet, an einem schönen See, am Meer oder auf einem Campingplatz, man hat einfach alle Möglichkeiten. Und diese Freiheit ist, auch nach nun über 30 Jahren auf der Strasse, zumindest für mich, einfach unbezahlbar!

 

Tja, aber leider musste ich durch unsere Tour auch erfahren dass meine Knie leider immer noch nicht richtig mitmachen. Ich kann zwar schon etwas länger als eine Stunde fahren, aber nach jeder weiteren Stunde werden die Schmerzen einfach nach wie vor mehr. Und beim Gleitschirmfliegen ist mein grösstes Handicap nach wie vor die Landung. Mir knicken einfach die Beine weg, wenn ich mal nicht wie auf rohen Eiern landen kann.

Klar, das macht mich natürlich etwas deprimiert, frustriert mich ein wenig. Denn schliesslich habe ich mich ja auf meine Überwinterung in Spanien, auf Sonne, Meer und schöne Flüge gefreut. Und selbstverständlich auch auf alte Bekannte, um mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Aber so macht es wirklich keinen Sinn und ich werde mich jetzt erstmal darum kümmern müssen, einen Kniespezialisten aufzutreiben.

Seit Juni, also seit nun fast fünf Monaten quäle ich mich damit rum, und keiner kann mir bisher genau sagen warum! Für mich ist das wirklich sehr frustrieren, denn wie ihr ja auch wisst, ich bin nun mal jemand der gerne draussen, in de Natur ist, der gerne reist und neues erlebt, jemand der von seiner Neugierde angetrieben wird.

Naja, ich will nicht klagen und nutze die Zeit um meine altes Wohni mal wieder etwas auf Vordermann zu bringen, damit ich los kann sobald irgendein kompetenter Medizinmann meine Knie in den Griff bekommen hat 😉

Ja, ich habe Reisefieber, denke einige von euch kennen das 😉

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3 Kommentare zu “Einfach mal wieder weg, egal wohin

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