Campingfreunde vs Freisteher

Campingfreunde VS Freisteher

Ein Thema das so alt ist wie die Campingkultur. Dabei könnte es doch so einfach sein, wenn jeder den anderen lässt wie er es gerne möchte.

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Denn bleiben wir doch ehrlich, beides hat seine Vor- und Nachteile.

Die Campingfreunde buchen bereits oft Monate im Voraus ihren Campingplatz, am liebsten einen wo auch deutsch gesprochen wird, und kennen so ihr Reiseziel ganz genau.

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Die Freisteher müssen immer wieder auf’s neue fahren und schauen dass sie einen Schlafplatz für die Nacht finden. Sie müssen sich also immer wieder aufs neue orientieren und sind so gezwungen die Landessprache zu lernen, da sie ansonsten nicht weit kommen.

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Die Campingfreunde bekommen einen fest zugewiesenen Platz, mit Strom und Wasseranschluss. Sie stehen ordentlich in schön gleichmässigen Parzellen und haben so ihr festes Territorium.

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Die Freisteher müssen sich sehr oft mit anderen arrangieren, sie sind es gewohnt Rücksicht zu nehmen und haben keine festen Territorien.

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Der Campingfreund braucht maximal ein paar Meter zu fahren um Wasser aufzutanken und seine Toiltettencassette und Schmutzwasser zu entsorgen.

Der Freisteher dagegen hat meist drei Toilettenkassetten dabei und muss sich ständig neu informieren wo er einen Wasseranschluss findet und wo er umweltgerecht entsorgen kann.

Ja, auch die vielen Freisteher, vor allem die, die schon seit vielen Jahren so unterwegs sind wissen, dass es unter ihnen einige gibt, die sich nicht wirklich umweltgerecht verhalten! Aber es sind nur einige!  Darum, liebe Campingfreunde, schmeisst nicht alle in eine Schublade!  Denn die wirklichen Freisteher, die aus Leidenschaft in der Natur stehen, verhalten sich IMMER umweltverträglich!

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Der Campingfreund ruft bei einer Störung oder einem Defekt einfach eine Servicenummer an, die schicken jemand zum Campingplatz der sein Wohnmobil wieder repariert.

Die Freisteher sind meist auf kollegiale Hilfe angewiesen. Zum Glück, dass die meisten schon viele Jahre mobil unterwegs sind, dass sie jede Menge Werkzeug mitführen und auch jeder einwenig Fachwissen dazu steuern kann. 

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Der Campingfreund investiert sein Geld gerne in Bequemlichkeit.

Der Freihsteher meist in Technik um autark zu bleiben!

GoeldiOnTour

Der Campingfreund steht jede Nacht auf seiner Parzellen, der Campingplatz ist eingezäunt und heutzutage meist auch videoüberwacht, also sehr sicher!

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Der Freisteher muss sein Fahrzeug selbst so absichern, das ungebetene Gäste erst gar keine Zugriffsmöglichkeit haben, wenn er sicher schlafen möchte.

Der Campingfreund braucht seinen Grill nur einmal aufbauen und kann bequem jeden Tag sein Fleisch geniessen.

Der Freisteher muss jedes mal aufs neue auf- und abbauen, wenn er den Grill benutzen möchte.

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Der Campingfreund ist meist ein geselliger Mensch, der gerne unter seines gleichen steht. Hier kann er sein schönes, neues mobiles Heim präsentieren, kann von Abenteuern auf Campingplätzen oder der Anfahrt erzählen und bei fortgeschrittener Zeit bei einem Glas Alkohol, oder mehr, einen Schwank nach dem anderen aus der Jugend erzählen.

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Der Freisteher ist eher ein zurückgezogener Mensch, er steht gerne in der Ruhe, in der Natur und lauscht lieber der Brandung des Meeres, als den Geschichten des Nachbarn. Auch hat er meist kein Wohnmobil das es sich lohnt zu zeigen, es ist oft sogar noch nicht mal ordentlich aufgeräumt und er steht lieber etwas abseits.

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Der Campingfreund verfügt meist über die finanziellen Mittel, sich nahezu jede Bequemlichkeit zu leisten.

Der Freisteher ist oft Monate lang unterwegs, muss darum mit seinen finanziellen Mitteln recht sparsam umgehen und schläft darum auch schon mal auf Passhöhen. 

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Auch dass sich sich die Campingfreunde Sorgen um die Freisteher und selbst im Ausland um Recht und Ordnung machen, ist ja bekannt, und man liesst es ja immer wieder: das ist verboten!

Dafür haben die Freisteher auch Verständnis und erwidern solche Kommentare darum meist nicht. Denn sie haben halt gelernt das letztendlich die lokalen Behörden entscheiden wo sie stehen dürfen, wo sie geduldet werden, und wo nicht.

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Ihr Lieben, ihr seht, die Unterschiedene zwischen Campingfreunden und Freistehern, ihre Vorlieben, sind so gross, die beiden werden sicherlich nur selten auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Aber eins können sie zumindest versuchen, sich gegenseitig zu akzeptieren!

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Und wenn wir schon ehrlich bleiben, der eine oder andere der Campingfreunde liebäugeln hier und da sicherlich auch mal damit, einmal das Leben als Freisteher zu probieren, es mal zu versuchen und wird es eventuell auch geniessen.

Und der eine oder andere Freisteher ist auch schon mal froh, wenn er mal ein paar Tage auf einen Campingplatz fahren kann, in Ruhe seine Wäsche waschen und Besorgungen machen kann, oder entspannt einen Arzttermin wahrnehmen kann.

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Ihr Lieben, die Aufzählung lässt sich sicherlich noch um viel Punkte erweitern, lasst uns einfach alle so leben, so reisen wie wir es schön finden, jeder nach seiner Fasson! Denn wir haben doch alle lange gearbeitet und viele tun es heute noch, um uns letztendlich diesen, unseren Traum zu erfüllen.

Den Traum vom reisen!

Tja, und ich?  Hm, also ich bevorzuge sehr gerne beides, geniesse die Vorzüge eines Campingplatzes genauso wie das freie stehen. Aber bin ich darum ein Außenseiter ?  Nein, nicht wirklich, denn auf Grund meiner persönlichen Erfahrung bevorzugen sehr viele beides und verbinden das eine mit dem anderen so wie’s grade am besten passt!

ABER…

Bevor mir jetzt das anstiften zu Straftaten unterstellt wird, nur weil ich schon mal Fotos vom freien stehen poste oder selbst gerne frei stehe, NEIN, das darf man nicht, es ist verboten. Also bitte nicht nachmachen! Und wenn, dann ausdrücklich auf eigene Verantwortung!

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Aber ihr seid ja alle über 18 und geimpft, dürft das also alleine entscheiden 😄

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Göldi

11 Kommentare zu “Campingfreunde vs Freisteher

  1. Klar ist es etwas schwarz weiss, sonst würde es ja auch viel zu lang 😉 Ich wollte nur mal ein paar Hauptpunkte aufzählen, die man halt immer wieder oft hört, um genau das zu verdeutlichen was ja auch deine Erfahrung ist, sehr viele bevorzugen ein sowohl als auch. Was letztendlich auch für mich die ideale Art des Reisens ist.

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  2. Ja sehr schön dargestellt. Und ist so auch alles in Ordnung. Nur versteh ich nicht was frei stehen Monate lang in Straßen ist. Freiheit die alle in schlechten Ruf bringt. Aus Sicht von den Anwohnern dieser Straßen. Reisen und freistehen ist für mich etwas anderes.

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  3. Wir halten es genau so. Nichts wird gebucht. Alles ergibt sich. Freistehen ist richtig toll. Ein paar Nächte Mal einen luxuriösen Campingplatz anfahren hat auch seinen Reiz. die richtige Mischung macht’s. aber es soll campingfreunde geben die das Klo Küche im mobil gar nicht nützen. Noch besser das Klo ausbauen um mehr Stauraum zu haben. Das werde ich nie verstehen. Ein Lob an dich, toll geschrieben

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